Woher Vitamine kommen

Wasserlösliche Vitamine finden wir vor allem in Obst und Gemüse. Fettlösliche Vitamine finden wir in Ölen und Nüssen. In Fisch und Fleisch finden wir B-Vitamine.

Vegetarier und Veganer sollten wissen, dass Vitamin A und Vitamin B12 nur in tierischen Produkten vorkommen.

Warum stecken Vitamine eigentlich in unserer Nahrung? Der Grund ist, dass alle Lebewesen aus Zellen aufgebaut sind. In diesen Zellen findet der ständige Prozess des Lebens statt. Vitamine sind ein wichtiger Teil der Abläufe in den Zellen. Wenn jede einzelne kleine Zelle dann optimal versorgt und somit gesund ist, ist letztendlich auf das Lebewesen gesund.

In einer gesunden Bio-Tomate stecken auch genau die Vitamine, die für die Gesundheit der Tomatenpflanze gesorgt haben und die dann auch für unsere Gesundheit sorgen können.

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Warum Obst und Gemüse kein Allheilmittel mehr sind

Oft hört man ja, dass unser heutiges Obst und Gemüse weniger vitaminreich sind als früher.

Zu frühe Ernte, lange Transportwege, eine falsche Lagerung, ungünstige Zubereitung oder eine starke industrielle Verarbeitung sind die Hauptursache für diese Vitalstoffverluste.

Kunstdünger und Pestizide verhindern zudem, dass die Pflanzen ausreichend Mineralien aus dem Boden aufnehmen können. Zusätzliche Bestrahlungen zum Haltbahrmachen der Früchte rauben diesen zusätzliche Vitamine.

Fakt ist: Das von Ihnen gekaufte Obst und Gemüse ist weitgehend „ohne Inhalt“. Das ist natürlich genau der Grund, warum der Schimpanse (dessen Nahrung zu 80% aus Obst und Gemüse bestehe) keinen Krebs bekommt: Der Schimpanse pflückt das Obst nämlich direkt vom Baum. Wenn sie nicht gerade auf einem Obsthof wohnen und auch kein eigenes Gemüse anbauen, sollten Sie über zusätzliche Vitamine in Form von Nahrungsergänzungsmittel nachdenken.

 

Vitamine leben nicht lang

Wie schon bereits erwähnt, sind Vitamine empfindlich auf Lagerung und Transport, auf den Einfluss von Sauerstoff, Licht und Temperaturveränderungen.

Wenn man Äpfel oder Kartoffeln sehr lange lagert, werden enzymatische Prozesse in Gang gesetzt, die Vitamine abbauen.

Ein Apfel von Viktualienmarkt in München hat laut Messungen etwa zwölf Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm. Wenn Sie Pech haben, vielleicht auch nur acht Gramm. Und wenn dieser Apfel ein paar Tage lang zu Hause gelagert ist, enthält er nur noch zwei Milligramm. Deswegen kann man Nährwerttabellen nicht verallgemeinern.

 

Kochen zerstört wichtige Vitamine

Beim Kochen von Nahrungsmitteln wandern zuerst wichtige Vitamine ins Kochwasser und danach in den Abfluss.

Frisch eingefroren sind Erbsen beispielsweise voller Vitamine. Beim Auftauen enthalten diese pro 100 Gramm noch 20,5 Milligramm Vitamin C. Nach dem Kochen aber nur noch 8,1 Milligramm. Nach einer Stunde Warmhalten des Essens 3,7 Milligramm und auf dem Teller dann letztendlich nur noch 1,1 Milligramm. Somit sind die Erbsen so gut wie „leer“ und enthalten kaum mehr nützliche Vitamine für uns.

 

Warm halten ist für Vitamine tödlich

Wenn Nahrungsmittel sehr kurz und bei hohen Temperaturen erhitzt werden, ist der Vitaminverlust geringer, als wenn sie stundenlang warm gehalten werden, wie beispielsweise bei einem Kantinenessen. Es kann also sein, dass das Kantinenessen, dass Sie zu sich nehmen so gut wie keine Vitamine mehr enthalten.

 

Schockfrosten rettet Vitamine

Anders sieht es bei Tiefkühlprodukten aus. Wenn man Obst und Gemüse zum richtigen Zeitpunkt erntet (weder unreif noch zu reif) und dann sofort eingefroren wird, kann es mehr Vitamine enthalten als „frisches“ Obst, das aber schon viele Tage auf dem Markt oder in Ihrer Vorratskammer gelagert wurde.